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Kundenfokus, Kühlkette, Kollaboration: Wie kommt das Eis 2026 in die Kühltruhe?

  • 27. Juli
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 28. Juli


Schoko, Vanille und Erdbeere sind allseits bekannte Eis-Klassiker, aber moderne Eismanufakturen wie EisBerger wissen, dass Produktneuheiten wie Blutorange-Holunder oder Haferflocke Joghurt Honig beliebt sind. Damit die hochwertigen Eisspezialitäten in bester Qualität bei Handelspartnern und Endkunden ankommen, sind die Anforderungen an die Logistik besonders hoch. Eine lückenlose Kühlkette, präzise Temperaturführung sowie ein sorgfältig abgestimmtes Handling sind entscheidend, um die sensiblen Produkte zuverlässig entlang der gesamten Lieferkette zu bewegen.


Gemeinsam mit der Nagel-Group stellt EisBerger deshalb sicher, dass Transport, Lagerung und Zustellung nahtlos ineinandergreifen und alle Prozesse optimal aufeinander abgestimmt sind.


Wie sieht eine moderne, temperaturgeführte Lieferkette aus, wenn digitale Services, nachhaltige Logistik und kundenzentrierte Innovation zusammenspielen? Genau das zeigt der End-to-End-Case von EisBerger, der Nagel-Group, LEAFR, ORBIT und dem Digital Hub.


Die Story macht entlang eines realen Praxisbeispiels sichtbar, dass Innovation heute nicht nur in einzelnen Prozessschritten stattfindet, sondern über die gesamte Journey hinweg Mehrwert schafft.



Die Kernfrage: Wie kommt Eis im Jahr 2026 effizient, temperaturgeführt, transparent und möglichst nachhaltig an seinen Zielort?  


  1. Die Antwort beginnt bereits bei der digitalen Auftragserfassung. Über ein Kundenportal kann EisBerger Aufträge direkt anstoßen und den Status in Echtzeit verfolgen. Das reduziert manuelle Abstimmung, erhöht die Transparenz und orientiert die Interaktion stärker an den tatsächlichen Informationsbedürfnissen des Kunden.

  2. Von dort geht die Journey in die physische Logistik über. Die Abholung erfolgt im elektrifizierten Transportumfeld der Nagel-Group, die den Einsatz von E-LKW sowie den Ausbau von Lade- und Speicherinfrastruktur kontinuierlich vorantreibt. Ergänzend werden weiterführende Energiemanagement-Ansätze umgesetzt, um Energieverbräuche systematisch zu steuern und Prozesse schrittweise effizienter und nachhaltiger zu gestalten.


    Gerade in der energieintensiven, temperaturgeführten Logistik entsteht hier ein zentrales Handlungsfeld, in dem technologische Innovationen und operative Anforderungen eng zusammenspielen.

  3. Ein Blick ins Lager zeigt, dass Innovation nicht erst auf der Straße beginnt. Moderne Kältelogistik bedeutet heute weit mehr als das reine Halten von Temperaturen. Mithilfe einer KI-gestützten Kältesteuerung werden Sensordaten, Wetterprognosen und lernende Algorithmen genutzt, um Kühlprozesse effizienter zu gestalten. In Kombination mit intelligentem Stromeinkauf und der Nutzung von Solarstrom entsteht ein Ansatz, der Betriebskosten senkt und Ressourcen schont. Damit wird das Lager zu einem zentralen Baustein einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Kühlkette.

  4. Ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer durchgängig digitalen Kühlkette ist die Fahrerabfertigung über sogenannte Driver Terminals. Fahrer können ihre Abholung schnell, papierlos und in ihrer jeweiligen Landessprache organisieren. Das vereinfacht die Abläufe, reduziert Wartezeiten und sorgt für einen reibungsloseren Warenfluss. Gerade in temperaturgeführten Lagerumgebungen, in denen Zeit eine entscheidende Rolle spielt, entsteht dadurch ein spürbarer Mehrwert für alle Beteiligten: Fahrer profitieren von einer schnelleren und einfacheren Abfertigung und kommen dadurch zügiger wieder auf die Straße.

  5. Mit LEAFR, dem ersten Corporate Venture der Nagel-Group und ebenfalls Mitglied im Digital Hub, wird die Auslieferung von Lebensmitteln gezielt nachhaltiger gestaltet. Der Fokus liegt dabei auf temperaturgeführten Transporten im urbanen Raum, die eine zuverlässige Belieferung mit aktiver Kühlung im städtischen Umfeld ermöglichen. Dafür setzt LEAFR bewusst auf Kooperationen: Kühlen und Transportieren gehören zur eigenen Kernkompetenz, die digitale Steuerung der Prozesse übernimmt ORBIT, ebenfalls ein Startup aus dem Hub.


    ORBIT ergänzt den physischen Transport um ein Logistics Operating System mit Transportübersicht, Preisrechner, Zeitfensterbuchung und Live-Tracking. So entsteht ein Zusammenspiel aus nachhaltiger Kühlung, effizienter Steuerung und transparenter Zustellung. Der „emissionsarme, fahrende Kühlschrank“ bringt die Eisbecher zuverlässig und nachvollziehbar zum Hub.



  1. Die Reise endet jedoch nicht mit der Anlieferung im Digital Hub. Dort wird das Produkt über einen intelligenten Tiefkühlautomaten direkt erlebbar.

"Kundennahe Innovation, gepaart mit klarer IT und KI-Kompetenz und ein starkes Tech-Ökosystem, bringen uns relevante Wettbewerbsvorteile als Lebensmittellogistiker.  (Michael Lütjann, CIO der Nagel-Group)

Wirkung des Cases:

Der Case verdeutlicht, wie digitale Services und nachhaltige Lösungen entlang einer temperaturgeführten Lieferkette Mehrwert schaffen.

EisBerger profitiert von erhöhter Transparenz entlang der Prozesse, während operative Abläufe effizienter gestaltet werden und Transport sowie letzte Meile zunehmend nachhaltiger ausgerichtet sind.


Gleichzeitig zeigt das Beispiel, welche Faktoren Unternehmen dabei helfen können, Innovationen schneller in die Praxis zu überführen und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben:

  • Kundennahe Innovation: Der enge Austausch mit Kunden schafft die Grundlage für neue Services und Lösungen, die sich an tatsächlichen Marktbedürfnissen orientieren.

  • Zusammenarbeit mit Startups und Technologieunternehmen: Kooperationen bringen Geschwindigkeit in Entwicklungsprozesse und ermöglichen den Zugang zu aktuellem Technologie-Know-how.

  • Corporate Ventures als Innovationstreiber: Ausgründungen schaffen Freiräume für neue Geschäftsmodelle, erweitern das Leistungsportfolio und beschleunigen die Entwicklung innovativer Lösungen.

  • Pilotprojekte im geschützten Umfeld: Ein Safe Space für Tests und Experimente fördert Lernprozesse, erhöht die Akzeptanz von Fehlern und verkürzt den Weg von der Idee bis zum Markteinsatz.



"Die Eis-Journey zeigt, dass nachhaltige und kundenorientierte Innovation ein Teamsport entlang der gesamten Lieferkette ist. LEAFR verbindet dabei die verschiedenen Akteure und sorgt dafür, dass aus guten Ideen konkrete Mehrwerte für Kunden und Partner werden." (Max Klostermann, Venture CEO LEAFR)

Rolle des Digital Hubs

Der Digital Hub ist weit mehr als der Zielort der Lieferung. Seit 2021 nutzt die Nagel-Group das Innovationsökosystem des Hubs, um gemeinsam mit Kunden, Startups und weiteren Partnern neue Ideen zu entwickeln, Herausforderungen zu diskutieren und innovative Lösungen in der Praxis zu erproben.


"Partner wie die Nagel-Group sind unsere idealen Startpunkte für Innovationen. Sie sind mutig genug, Kunden frühzeitig einzubinden und diese in den Mittelpunkt zu stellen. Zudem haben sie ein prozessuales und organisatorisches Setup, um Kollaborationen mit Startups & Externen umzusetzen. Nur ein solches Setup ermöglicht es, solche Erfolgsgeschichten mehrfach zu schreiben." (Michelle Manon Friedrich, Digital Hub)


 
 
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